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Monte Cavallo di Pontebba & Creta di Rio Secco

Karnische Alpen

Eine Bergtour in den Karnischen Alpen. 11 Naturfreunde fanden sich ein, um den Monte Cavallo di Pontebba (Rosskofel, 2240m) und den Creta di Rio Secco (2203m) zu besteigen. Wir trafen uns ab 5 Uhr und das war allen Begeisterten hoch anzurechnen. Die Gründe lagen auf der Hand: die Gewittergefahr ab Mittag, der Reiseverkehr und die Hitze. Letzteres war die größte Herausforderung und nicht jede(r) hatte genug zum Trinken mit. Aber alles der Reihe nach.

Der Denker war vor der Tour meine Wenigkeit, denn ich machte aus zwei Halbtagestouren eine ordentliche längere Tour von der Rudnigalm aus. Zuerst ging es 300 Höhenmeter hinauf zum Rudnigsattel, dann 300 Höhemeter oder eine gute Stunde auf den Rosskofel und nach dem Abstieg zum Rudnigsattel nochmals 300 felsige Höhenmeter hinauf auf den unbekannten Creta di Rio Secco. Alles ist natürlich nur möglich, wenn man eine gute konditionsstarke Gruppe ist. Und das waren wir heute.

Werde ich da raufkommen? Wie schwierig wird es werden?“, dachte sich so manche(r). Diese Gedanken waren unbegründet, denn es waren nur ein zwei steilere Stellen, die gemeinsam und in Ruhe gut zu bewältigen waren. Vor einer Woche beim Vorgehen war am Weg zum Rosskofel noch ein Altschneefeld zu queren, welches heute wie weg war. Obwohl wir vorbereitet waren, ist es manchmal besser sich nicht so viele Gedanken im Vorfeld zu machen. „Wird uns der Regen erwischen, bevor wir wieder unten bei den Autos sind?“, war ein weiterer Gedanke, den wir aber mit hoffnungsvollen Blicken in die nähere und ferne Umgebung von uns wegwischten. Der Tag war ja mit blauem Himmel gestartet, aber im diesigen Wetter stiegen auf den Gipfeln Wolken empor und nahmen uns teilweise die Sicht. Aber im Großen und Ganzen waren die Bedingungen bis auf die Hitze gut.

Obligatorisch auf den Gipfeln ist ein Gruppenfoto und ich war überrascht, wie kreativ wir in all den Jahren geworden sind. War es früher nur ein analoges Foto (oder Dia), so sind es heute ein Dutzend Schnappschüsse und man wählt zum Schluss das Beste aus. Digital ist die Welt einfacher und wir waren quasi schon auf Instagram. Nachdenken darf man darüber nicht. Ein Plus zu einer erfolgreichen Tour ist, wenn wir als Team homogen und geschlossen sind. Es gab keine Schwachen oder Guten und wir blieben zusammen und wanderten nicht als kleine einzelne Grüppchen. Dadurch hatten alle genug Zeit zum Trinken und Erholen bei den Pausen.

Stimmt nicht ganz. Einer drängte am Creta di Rio Secco zu einer kürzeren Pause und einem baldigen Abstieg, weil das Wetter jederzeit sich ändern konnte. Ich hoffte auf Verständnis und ich glaube, alle haben meine Gedanken verstanden. Verliefen die beiden Besteigungen vom Rudnigsattel noch auf felsiges Terrain, so war der Weg bergab zur Rudnigalm entlang der Schipiste easy. Nachdem die ersten gleich abreisten, genehmigten sich 8 Naturfreunde Getränke, Kaffee und diverse Kuchen. Ein perfekter Abschluss. Während wir uns stärkten, begann es mal für ein paar Minuten zu regnen. Perfektes Timing. Letztendlich kamen alle trocken und sicher nach Hause. Perfekte Tour. Manchmal ist es besser sich nicht zu viele Gedanken zu machen, sondern einfach nur „do it“. Berg frei!

 

(Bericht von Thomas)

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